Von Bergamo nach Chur
entlang der Historischen Straßen
Dieser Reiseführer, der im Rahmen des Projekts Interreg “Zwischen der “Via Priula” und dem Splügenpass - Eine antike Route für einen modernen, touristischen Weg.” realisiert wurde, beschreibt Landstriche, die in alten Zeiten Veränderungen durch Menschenhand erfahren haben. Sie wendet sich in erster Linie an Diejenigen, die den Weg zu Fuss bewältigen möchten und in den Zauber der Natur, in die Geschichte und die Atmosphäre eintauchen möchten und dabei unveränderte Identitäten beim Zusammentreffen von Kulturen, Ethnien, Sprachen und verschiedenen Konfessionen feststellen werden.
Wie man sich der Wegbeschreibung stellt, hängt ganz von der Schrittgeschwindigkeit und dem Horizont eines jeden Wanderers ab, der besonders auf die naheliegenden und kleinen Dinge, wie die steinerne Gedenktafel am Strassenrand, die Hecke, die Steinmauer, die Votivkapelle oder die “naive” Freske hingewiesen wird.
All dies spielt sich in einem weitläufigen Szenarium ab, indem die “Via Priula” mit dem Waren-, Menschen-, Kunst- und Kulturverkehr aus Venedig in europäischer Grössenordnung eine wichtige Rolle spielte und der Splügen , wie auch der Septimer, so über Jahrhunderte das Mittelmeer mit der Nordsee verband.
Der Weg wurde während seiner ganzen Entwicklung von tiefen Spuren der Alpenbildung geprägt, der wir besondere Aufmerksamkeit geschenkt haben, ebenso wie den formenden Einflüssen von Wasser und Eis. Die Wildbäche mit ihren Stromschnellen, oder still vor sich hin fliessend auf dem Grund der Felsschluchten oder von überhängenden Hochtälern herabstürzend, die Karstformationen, die Gletscher, die von schwierigen Strassen durchfurchten Felswände und die “übermenschliche Stille” lösen starke und gegensätzliche Emotionen aus: Konzentration, Nachdenken und “die tiefe Stille” inspirierten Erasmus zum “Lob an den Wahn”, während er 1509 den Splügen überschritt; aber auch Furcht und Schrecken, hervorgerufen durch die ästhetische Wahrnehmung der “Erhabenheit” (Burke, Kant) für die der Splügen Zeugen unter Poeten und Malern hat. Somit besitzt er mehr als alle anderen Alpenpässe einen besonderen Stellenwert in der philosophischen Kultur und Ästhetik des 18. Jahrhunderts und der romantischen Epoche. Das Buch empfiehlt dem Wanderer ausserdem, sein Wissen über Objekte, Standorte und Landschaften in den Museen des Gebiets zu vertiefen, wo man auch Einblick in das erwähnte Literaturverzeichnis nehmen kann, ebenso in den Bibliotheken der einzelnen Gemeinden.
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PRESENTAZIONE DELLA GUIDA
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